Sonologie

SAMA Sonologie®

Vorgeschichte

Um dem kostbaren Wissen von Vemu Mukunda einen Zusammenhalt zu geben, haben sich einige seiner Schüler zusammen getan und 1997 die Gesellschaft für Sonologie gegründet. Der Name Sonologie ersetzt den von Mukunda geprägten Begriff Nada Brahma Tontherapie. Die Mitglieder stehen ganz zu allen Grundlagen, die Mukunda duch sein Nada Brahma System gelegt hat. Die von ihm entwickelte Stimmmessung zum Finden des Persönlichen Grundtons wurde unverändert übernommen, desgleichen seine Grundtonübung zur Ausrichtung und Zentrierung der Persönlichkeit. Die Anwendung von Skalen, Rhythmus und Visualisationen gehören ebenfalls unverändert ins Programm.

Weiterentwicklung

Durch das frühzeitige Lebensende des Lehrers und Mentors Vemu Mukunda entstand zunächst ein harter Abriss vom Informationsfluss über die Kraft der Töne. Dank günstiger Umstände konnten in der Folgezeit viele damals bestehende Wissenslücken aufgefüllt werden. Und noch immer ist nicht alles geklärt. Es gibt nach wie vor Wissensgebiete, die noch nicht vollständig erschlossen sind. Andererseits sind viele substanzielle Informationen aufgetaucht, die das Nada Brahma System sehr bereichert haben. Diese Anteile hat die Sonologie sanft in das Nada Brahma System eingegliedert, ohne die Grundlagen zu verändern. Dies geschieht ganz im Sinne von Vemu Mukunda, der sich darüber im klaren war, dass er einen wichtigen Anfang gesetzt hat, ohne sofort den gesamten Bereich abstecken zu können.

Unter anderem wurden folgende Punkte ergänzt:

  • die Typologie aller 12 Töne
  • die genaue Zuordnung der körperlichen Organe zu den Intervallen
  • die konkrete Definition der verschiedenen Emotionen auf den einzelnen Intervallen
  • die daraus resultierenden tonalen Verbindungslinien zwischen Körper und Gemüt
  • das Nada Brahma System vor dem Hintergrund der Samkhya Philosophie
  • die tiefe Wirkung der Grundtonübung auf das Gemüt
  • zusätzliche Skalen und mentale Übungen (Spiralen)
  • die differenzierte Betrachtung der Messdaten bei einer Grundtonbestimmung

SAMA Sonologie®

Diese stetige Weiterentwicklung hat der Sonologie ein klares Profil verschafft. Das Gesamtgebäude wurde durch einheitliche Arbeitsgrundlagen stark und stabil. Die Mitglieder der Gesellschaft für Sonologie können nun vergleichbare Inhalte und Vorgehensweisen anbieten. Um dieses Profil zu festigen, hat die Gesellschaft für Sonologie ein Markenrecht erworben. Seit 2018 tritt ihre Tätigkeit unter dem Namen SAMA Sonologie® auf. Damit werden bestimmte Standards der Arbeit mit dem Persönlichen Grundton für alle Interessenten transparent. Zudem werden Unterscheidungsmerkmale zu anderen Schulen deutlich, die sich ebenfalls auf Vemu Mukunda berufen, aber anderen Grundlagen und Vorgehensweisen folgen.

Merkmale der SAMA Sonologie®

Ein wichtiges Merkmal besteht darin, dass die SAMA Sonologie® jeden der 12 Töne des westlichen Tonsystems gleichermaßen als Grundton vergibt. Alle 12 Töne sind voller Schönheit und einzigartigen Möglichkeiten, in keinem einzigen liegen irgendwie geartete Qualitätsdefizite vor.

Der tonalen Innenstruktur kommt eine besondere Bedeutung zu. Die spezielle Anordnung der 12 Töne in jedem Tontypus steckt voller kostbarer Informationen. Je nach Aktivierung einzelner Töne gestaltet sich ein differenziertes Persönlichkeitsbild. Dieses kann sich im Laufe der Jahre immer wieder ändern, je nachdem welche Zusatztöne erklingen. Somit wird auch klar, dass sich im Laufe des Lebens nicht der Grundton eines Menschen ändert, sondern nur die tonale Konstellation auf der Basis desselben Tons.

Der Persönliche Grundton ist zutiefst individuell beschaffen. Deshalb erfolgt seine Bestimmung nicht anhand von Zuordnungen oder Tabellen aus anderen Systemen. Die durch die Stimme gewonnenen Messdaten werden sorgfältig hinterfragt (Über die Tücken der Grundtonbestimmung).

Die Aktivierung des Persönlichen Grundtons erfolgt einzig durch die Stimme. Nur auf diese Weise gelangt der Ton in seiner vollen Kraft an seinen spezifischen Wirkungsort, also an die Stelle im Körper, wo das Resonanzgesetz wirken kann. Von dort aus strahlt seine Kraft in die feinen Bereiche des Menschen und bewirkt dort Umwandlung und schließlich Gesundheit.

Diesen wichtigsten Grundsätzen folgen alle Mitglieder der Gesellschaft für Sonologie nach dem Nada Brahma System von Vemu Mukunda (www.samasonologie.de).

Was bedeutet SAMA ?

Vemu Mukunda verstand sein Nada Brahma System als einen Aspekt der Gandharva Musik. Damit ist all jene Musik gemeint, die eine besondere Heilkraft verströmt. Aufgrund ihrer musikalischen Aussage ist sie in der Lage, den Zuhörer in besonderer Weise zu berühren und seinen Geist in heilige Bewusstseinszustände zu bringen. Die Gandharva Musik, die laut indischer Mythologie einstmals vom Heiligen Narada auf die Erde gebracht wurde, hat ihren Ursprung im Sama Veda. Diese uralte Textsammlung ist das dritte Veda (Sanskrit: das Wissen), und damit Ursprung und zentraler Bestandteil der alten indischen Kultur und Philosophie. Die Rezitation erfolgt nicht Wort für Wort, sondern in Melodieformen. Deshalb wird es auch Buch der Lieder genannt. Da das Sama Veda direkt und indirekt Quelle und Inspiration für die Sonologie ist, lag es nahe, diesen Namen als Titel voran zu stellen.

Darüber hinaus hat das Wort sama im Sanskrit verschiedene andere Bedeutungen:

sāma oder saama: “sa” steht für Stimme, “ma” für Leben

sama: gleich, ähnlich, gleichmäßig, gleichbleibend

śama oder shama: innere Stille, Ruhe, Frieden, Gleichmut, Beherrschung der Wahrnehmungssinne.

Die zentrale Bedeutung liegt aber verdeckt in der Fachsprache der Sonologie und steht im engen Zusammenhang zum Yoga-Weg des Tons (Nada Yoga). Die Silbe SA bezeichnet den Persönlichen Grundton. Er ist der Ausgangspunkt für die Reise in die eigene Wirklichkeit. Von SA aus führt der innere Erkenntnisweg spiralförmig durch alle Intervallpunkte hindurch in die Position MA2. Dies ist der Weg des individuell geprägten und sich als eigenständig empfindenden Menschen hinein in die Einheit. Auf diesem Weg werden alle trennenden Gedanke aufgegeben und alle negativen Emtionen in positive Qualitäten verwandelt. Auf diese Weise wird die Einheit zum einzigen Sein. Dieser Yoga-Weg der Selbsterkenntnis codiert sich über die Silben SA-MA. SAMA ist also ein Kürzel für die Gewissheit, dass der Persönliche Grundton nicht das Ende einer Suche ist, sondern der Anfang einer fundamentalen Reise ins SEIN.


Weiterlesen...

Der Ton als Begleiter

Hilfe zur Selbsthilfe

Die SAMA Sonologie bietet keine Therapie im heute gebräuchlichen Sinne an. Sie begleitet Menschen durch schwieirge Lebensphasen mit den Mitteln des Singens von Tönen und Tonfolgen. Sie gibt Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie Übungsabläufe vermittelt, die die Kraft haben, emotionale oder mentale Schieflagen wieder in Balance zu bringen. Dieses Vorgehen ist möglich, da die Wirkkraft des Tons naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten folgt. Diese ordnende Kraft wirkt aus sich heraus und ist von daher weder an Kultur oder Religion, noch an Wissen oder Bewusstsein geknüpft. Es finden keine psychotherapeutischen Maßnahmen statt.

Die Begleitung

Wenn Sie meine Begleitung mit Singübungen durch Umbruch- oder Aufbauphasen wünschen, empfiehlt sich folgendes Vorgehen: zuerst finden wir mit einer Grundtonbestimmung Ihren Persönlichen Grundton. Dann zeige ich Ihnen die Grundtonübung auf Ihrem Ton und bitte Sie, diese Singübung jeden Tag eigenständig durchzuführen.

Nach einigen Wochen treffen wir uns wieder. Sie berichten über Ihre Erfahrungen und beschreiben die eingetretenen Veränderungen. Diese Auskünfte sind wichtig, weil ich anhand Ihrer Beschreibungen neue Übungen oder Übungsabläufe kreieren kann. Diese bauen auf den bereits erlernten Übungen auf oder bringen ganz neue Teile. Das können beispielsweise Rhythmusübungen oder mentale Übungen sein. Da das Repertoire sehr groß ist, kann ich Übungen präzise entsprechend Ihrer momentanen Gemütslage auswählen oder zusammenstellen. Auch diese Übungen gilt es in der folgenden Zeit täglich zu singen.

Diese Art der Begleitung setzt sich so lange fort, bis sich Ihr Gemüt dauerhaft in in einem heiteren und ausgeglichenen Zustand befindet. Diesen Zeitpunkt bestimmen Sie selbst. Damit findet meine Begleitung ihr natürliches Ende. Es empfiehlt sich aber, auch danach die Grundtonübung als tägliche Praxis beizubehalten.

Für einige Menschen reicht allerdings ein einmaliges Treffen. Der Ton wird ermittelt, dessen Qualitäten werden erklärt, grundlegende Singübungen werden erlernt. Damit ist der Grundstein für eine lebenslange Begleitung durch den Persönlichen Grundton gelegt. Durch das Singen wird das Gemüt stabil gehalten, der Ton wird zur verlässlichen Stütze auf dem Weg durch die Unwägbarkeiten des Lebens.

Yoga mit dem Ton

Die Königsklasse der Möglichkeiten mit dem Persönlichen Grundton ist zweifellos der Yoga-Weg des Tons. Wem das Singen der sonologischen Übungen besonders liegt, kann seinen inneren Wandlungsweg anhand der Kraft seines Grundtons gehen. Die langfristige Anwendung der sonologischen Singübungen öffnet inneliegende tonale Räume, und es können Eigenschaften auftauchen, die Sie vormals nicht für möglich gehalten haben. Die Eigenwahrnehmung wandelt sich permanent, da alte mentale Schlacken unmerklich abgetragen werden. Die so gewonnenen Reinheit erlaubt dem Gemüt, ohne Anspannung und mit einem Lächeln sich ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Auch für diesen interessanten Weg stehe ich gerne als Begleiter zur Verfügung. Da die Übungen eine besondere Tiefenwirkung erzielen sollen, müssen sie über einen längeren Zeitraum konsequent angewendet werden. Von daher reichen größere Abstände zwischen unseren Treffen. Im Laufe der Zeit werden nach und nach alle Töne und Intervalle gestärkt. Auch hierfür werden besondere Übungen ausgesucht. Die transformierende Kraft der Töne schafft Leichtigkeit und Helligkeit aud allen Intervallen, sodass es zu einem tiefgreifenden Wandel der Persönlichkeit kommt.

Wie weit jemand auf diesem Weg voran kommt, hat mit dem individuellen Startpunkt zu tun, aber auch von der konsequenten Anwendung. Es besteht viel Wissen darüber, wie der Ton den Menschen in die Einheit führen kann. Und einige Menschen haben bereits wichtige Abschnitte auf diesem Yoga- Weg zurück gelegt. Dabei gilt als oberstes Ziel:

Durch den Ton zur Stille

Weiterlesen...

Philosophische Aspekte

Aspekte der Samkhya – Philosophie

Ein Bonmot sagt, dass der Mensch zwar in der Lage ist, die Tiefen des Universums zu erforschen, aber gleichzeitig unfähig ist, sich selbst zu erkennen. Das bedeutet, dass wir uns selbst immer noch das größte Rätsel sind, obwohl wir uns doch eigentlich selbst am nächsten sind.

Um das Mysterium des Menschseins zu begreifen, existieren vielfältigste religiöse und philosophische Ansichten und Schulen. Da die innere Arbeit mit dem persönlichen Grundton ebenfalls ein Weg der Selbsterkenntnis sein kann, ist es wichtig, diesem Weg ein philosophisches Konzept zur Seite zu stellen.

Vemu Mukunda war aufgrund seiner indischen Herkunft und seiner brahmanischen Ausbildung fest in der Philosophie des Hinduismus verankert. Die darin formulierten Ansichten über das Wesenhafte des Menschen und den Sinn des Lebens gehörten für ihn zum Grundkonzept seines Lebens, und sie bilden meines Erachtens auch das Gerüst für sein Nada Brahma System.

Da die alte indische Philosophie auch mir das überzeugendste Lebenskonzept ist, studiere ich es nunmehr seit über 30 Jahren unter der Anleitung meines Lehrers Sri Sathya Sai Baba. Das Studium der Heiligen Schriften Indiens (Veda und Vedanta) half mir, eine Lösung für meine dringendsten Fragen zu finden. Insbesondere das dort formulierte Menschenbild hat mein Interesse geweckt, da es eine einleuchtende Erklärung über die Beschaffenheit der menschlichen Natur gibt.

Erde – Wasser – Feuer – Luft – Äther

Die indische Philosophie erklärt, dass das gesamte Universum aus den fünf Elementen besteht und seine vielfältigen Formen aus deren unterschiedlichen Kombinationen resultieren. Dies gilt ebenso für den Mikrokosmos Mensch. Die fünf Elemente bilden die Grundlage für seinen Aufbau in fünf Hüllen (kośa), von denen aber nur die Erde-Hülle (annamayakośa) im westlichen Sinne materiell ist. Der zentrale Teil jeder Persönlichkeit ist aber das individuelle Bewusstsein, das sich im Gedankenorgan (antahkarana) darstellt. Die Differenzierung in die  vier Unterfunktionen des Denkens (erinnern – bewahren – abgleichen – korrigieren) helfen, die eigenen komplexen Denkabläufe zu begreifen und sich ihrer bewusst zu werden.

Dieser philosophische Ansatz in die Lebenspraxis umgesetzt bedeutet, dass für eine Veränderung der Lebenssituation im wesentlichen die eigenen Denk- und Empfindungsmuster verändert werden müssen. Sie bilden den Ausgangspunkt für alle weiteren Ereignisse im Leben. Die indische Philosophie beschreibt, dass ein unbewältigtes Erlebnis (manomayakośa) einen unbewusst ablaufenden Gedanken (vasana) nach sich zieht und eine entsprechende Emotion bewirkt. Erlebnis, Gedanke und Emotion bilden also eine untrennbare Einheit, alle drei sind über gleiche Frequenzen direkt miteinander verbunden. Stellt diese Einheit eine Belastung dar, blockiert sie langfristig den ungehinderten Fluss von Lebensenergie (pranamayakośa), was im Endeffekt eine Erkrankung oder Dysfunktion im organischen Bereich (annamayakośa) nach sich zieht.

Stimme und Emotion

Für den, der eine Veränderung seiner Innenwelten anstrebt, kommen Stimme und Stimmfunktion eine besondere Bedeutung zu. Im Stimmklang ist nicht nur der persönliche Grundton hörbar, sondern auch die Empfindung, die man während des Sprechens gerade fühlt. Somit besteht eine direkte Beziehung zwischen Stimmfrequenz und dem Paket aus Emotion, Gedanke und Erlebnis. Wenn aber die Stimme über die Stimmfrequenz unbewusst unsere heimlichen oder auch unbewussten Gedanken und Emotionen preisgibt, kann man eben diese auch mit den entsprechenden Frequenzen erreichen und verändern. Somit ist eine Verwandlung der persönlichen Gedanken und Emotionen mit den Mitteln des gesungenen Tons möglich.

Mit dem Unterbau der indischen Philosophie wird deutlich, was Vemu Mukunda stets gewusst haben muss, ohne es explizit geäußert zu haben: das eigentliche Potential des gesungenen Tons liegt in seiner positiven Wirkung auf unsere individuellen Denk- und Empfindungsvorgänge. Die sonologischen Singübungen sind deshalb so effektiv, da Mukunda genau wusste, wo genau im menschlichen Körper die einzelnen Denkvorgänge ablaufen, welche Frequenz sie haben, und mit welchen stimmlichen Mitteln man sie erreichen und verwandeln kann. Damit steht jedem Menschen, der die Kraft seines Grundtons nutzt, ein machtvolles Instrument zur Transformation seiner ureigensten Gedanken und Emotionen zur Verfügung.

Im Sinne der indischen Philosophie kann das Singen des Grundtons langfristig zum eigentlichen Ziel des Lebens hinführen. Wird der persönliche Grundton über viele Jahre im Sinne einer Yogapraxis genutzt, treten seine auflösenden Eigenschaften auf: Der Mensch wird still und erreicht den Zustand von „pure and primitive“ (Vemu Mukunda). Dann beendet das Denkorgan seine Aktivität und jegliche Gedanken hören auf. Damit erlischt jede Erinnerung an ein individuelles Selbst und es offenbart sich die wahre Natur des Menschen.

Durch den Ton zur Stille

Weiterlesen...
Watt vor Neuwerk

Grundtonsingen

Die Kraft der Stimme

Um die fundamentale Kraft des persönlichen Grundtons in seine Wirkkraft zu bringen, steht der Sonologie ein breites Spektrum verschiedenster Übungen zur Verfügung. Der Sonologe wählt daraus je nach Bedarf aus und vermittelt diese Übungen dann als Hilfe zur Selbsthilfe. 

Anatomisch gesehen werden die im Stimmapparat hergestellten Töne innerhalb des Körpers an die genau definierten Stellen ihrer Resonanz geführt und versetzen sie in Schwingung. Auf diese Weise fließt nicht nur vermehrt Lebensenergie zu den entsprechenden Organen. Das Singen hilft gleichzeitig bei der Verwandlung unbewältigter Erlebnisse und negativer Emotionen, die als Information in den Organen gespeichert sind. Deren tiefgehende und dauerhafte Verwandlung erfordert allerdings Durchhaltevermögen. Die sonologischen Übungen dauern zwar nur wenige Minuten, sollten aber über einen längeren Zeitraum hinweg gesungen werden. 

Grundtonübung: Diese Basisübung ist der Einstieg in die Singübungen mit dem Grundton und macht die Kraft des persönlichen Grundtons unmittelbar erfahrbar. Sie besteht aus vier Teilen und vermag alle diejenigen auszurichten und zu zentrieren, die nicht in der Kraft ihres Tons schwingen. Wer bereits einen guten Kontakt zu sich selbst hat, erhält durch sie zusätzliche Stabilität und Sicherheit für den Alltag. Außerdem begünstigt sie eine gute geistige Entwicklung. Ich empfehle den knapp zehnminütigen Ablauf täglich einmal zu tönen. 

Skalen: Im Falle eines spezifischen Problems im körperlichen, emotionalen oder mentalen Bereich werden mehrere Töne zu kurzen Tonfolgen oder Melodien geformt. Deren Struktur bildet das musikalische Äquivalent zur derzeit bestehenden emotionalen Disposition und besitzt die Kraft, Resonanz für die Lösung des Konflikts zu schaffen. Ausgangspunkt bilden die 72 Ragas der südindischen Musik. Das Singen von Skalen braucht mehr musikalisches Verständnis, ist aber mit etwas Stimmtraining für die meisten Menschen gut ausführbar. Keine Übungen für Menschen ohne Geduld: bei besonders tiefsitzenden und hartnäckigen Schwierigkeiten kann es erforderlich sein, eine Übung über viele Monate hindurch zu singen, bis eine Veränderung nachhaltig spürbar wird. 

Rhythmus: Ein besonderes Mittel der Sonologie mit einem Anwendungsgebiet vor allem für Kinder und Jugendliche, aber auch für Menschen die nicht so gut singen können. Sehr effektiv zeigt sich die Kraft rhythmischer Übungen auch bei Menschen, die von beherrschenden mentalen Problemen geplagt sind. Sie sind ein geeignetes Mittel, das Gemüt wieder in einen ausgeglichenen Zustand zu versetzen. Da es sich hierbei um eine rhythmische Schulung handelt, ist ein regelmäßiger Besuch beim Sonologen nötig, vergleichbar mit einem Besuch beim Gesangs- oder Nachhilfelehrer.   

Mentale Übungen: Dies sind keine Singübungen, sondern es handelt sich um vorgegebene Bildsequenzen, die auf Anleitung vor dem inneren Auge ablaufen. Sie knüpfen an die Visualisationsübungen vieler anderer Therapien an, beispielsweise die von Phyllis Krystal. Die mentalen Übungen von Vemu Mukunda unterstützen die Wirkung der Singübungen, schützen und stabilisieren, und fördern die innere Reinheit und Leuchtkraft der Persönlichkeit. Man kann sie jederzeit selbst durchführen, je nach Bedarf ein- oder mehrmals täglich. 

Die Wirkkraft des Tons

Jedem Ton wohnt nicht nur eine musikalische, sondern auch eine physikalische Kraft inne. Diese Kraft ist als solche im Ton enthalten und vermag, Ungeordnetes in funktionale Ordnungen zu verwandeln. Den Nachweis dafür liefern Tonforscher bereits seit Jahrhunderten. Einen besonderen Beitrag leistet Alexander Lauterwasser, der diese Kraft umfassend und höchst eindrucksvoll in seinen Büchern dokumentiert hat (www.wasserklangbilder.de). Die dargestellte formgebende Kraft der Töne entsteht aber erst bei Resonanz, als nur dann, wenn Töne dieselbe Wellenläge haben wie die Materie, auf die sie treffen. Ohne diese Frequenzgleiche ist keine physikalische Wirkung möglich. Aus diesem Grund ist die genaue Kenntnis der Feinabstimmung des Menschen Voraussetzung für die Wirkkraft der gesungenen Töne. Was die Resonanz dann hervorbringt, sind Formen voller Schönheit, Anmut und Vollendung. Und um genau diesen Vorgang geht es beim Singen der Töne: sie verwandeln im Innern ein Chaos in die in ihm verborgene Schönheit.

Wichtiger Hinweis

Obwohl der gesungene Ton ein sehr kraftvolles Mittel ist, gilt für ihn dasselbe wie für alle anderen Formen medizinischer oder energetischer Behandlung: die Bemühung des Einzelnen um seine Gesundheit ist unverzichtbar, aber eine Erfolgsgarantie kann auch die Sonologie nicht geben. Eine Gesundung hängt von vielen Faktoren ab und erfordert eine tiefgreifende Verwandlung auf allen Ebenen des Menschlichen. Nicht zuletzt spielen noch übergeordnete Gesetzmäßigkeiten hinein, in die wir keinen Einblick haben, und die wir auch mit dem gesungenen Ton nicht beeinflussen können. 

Der Ton kann nicht zwingen, was nicht vorgesehen ist. 

Weiterlesen...

Das Nada Brahma System

Wie ist der Mensch gestimmt ?

Wer die ordnende und formbildende Kraft des Tons für den Menschen anwenden möchte, sollte ein genaues Wissen über den frequenzdefinierten Aufbau des Menschen haben. Da es sich bei Tönen um eine physikalische Kraft handelt, die nur bei gleichen Wellenlängen (Frequenzgleiche) eine aktivierende Wirkung haben können, ist die genaue Aufteilung, wo im Menschen welcher Ton verortet ist, die unerlässliche Grundlage für eine gezielte Wirkung.

Da Vemu Mukunda nicht nur Musiker, sondern auch Wissenschaftler war, erkannte er die Notwendigkeit, den Menschen tonal – also nach seinen Schwingungsebenen – zu definieren. Um dieses Wissen zu erlangen, nutze er seine brahmanische Erziehung und vertiefte sich weiter in die alten Schriften seiner Kultur. Parallel dazu öffnete er seine gut geschulten Ohren, horchte auf die Stimmen der Menschen und lauschte auf das feine Zusammenspiel von Ton und Emotion. Aus den gewonnenen Informationen und Kenntnissen erschuf er sein Nada Brahma System. Es bildet die Grundlage für alle stimmlichen Maßnahmen, es bildet sozusagen die “Landkarte” der menschlichen Schwingungsfelder. Diese bezieht sich nicht nur auf den physischen Körper, sondern auch auf alle feineren Ebenen des Menschlichen.

Klingende Anatomie

Das Nada Brahma System beschreibt den Menschen als ein Gebilde aus drei Oktaven. Die erste Oktave erstreckt sich von den Füßen bis zum Nabel, die zweite vom Nabel bis zum spirituellen Auge an der Stirn, und die dritte von dort bis zum Scheitelpunkt oben am Kopf. Innerhalb dieser Bereiche ergibt sich jeweils eine Unterteilung in zwölf Tonschritte. Jeder dieser Resonanzpunkte hat ein klar umrissenes Wirkungsfeld sowohl in der Anatomie, als auch auf die Energiebahnen und vor allem auf die remotionalen Reaktionsmuster. Mittlerweile genau definiert sind die tonalen Verbindungen zwischen den körperlichen Organen und unseren Gedanken und Gefühlen.

Im Wissen um das Zusammenspiel von Körper und Gemüt, Stimme und Emotionen entwickelte Mukunda Singübungen, die dieses Wissen praktisch umsetzen und eine tonale Eigenbehandlung ermöglichten. Diese Übungen können die Selbstheilungsmechanismen aktivieren und die Gesundheit verbessern. Sie arbeiten bewusst ohne technische Hilfsmittel, allein mit der Kraft der eigenen Stimme. Denn nur die stimmlich erzeugten Töne eröffnen das besondere Erfahrungsfeld des persönlichen Grundtons.

Außerdem formuliert das Nada Brahma System die differenzierte Typologie der zwölf Toncharaktere.

Weiterlesen...