Monatsarchiv - August 2017

Philosophische Aspekte

Aspekte der Samkhya - Philosophie

Ein Bonmot sagt, dass der Mensch zwar in der Lage ist, die Tiefen des Universums zu erforschen, aber gleichzeitig unfähig ist, sich selbst zu erkennen. Das bedeutet, dass wir uns selbst immer noch das größte Rätsel sind, obwohl wir uns doch eigentlich selbst am nächsten sind. Um das Mysterium des Menschseins zu begreifen, existieren vielfältigste religiöse und philosophische Ansichten und Schulen. Da die innere Arbeit mit dem persönlichen Grundton ebenfalls ein Weg der Selbsterkenntnis sein kann, ist es wichtig, diesem Weg ein philosophisches Konzept zur Seite zu stellen. Vemu Mukunda war aufgrund seiner indischen Herkunft und seiner brahmanischen Ausbildung fest in der Philosophie des Hinduismus verankert. Die darin formulierten Ansichten über das Wesenhafte des Menschen und den Sinn des Lebens gehörten für ihn zum Grundkonzept seines Lebens, und sie bilden meines Erachtens auch das Gerüst für sein Nada Brahma System. Da die alte indische Philosophie auch mir das überzeugendste Lebenskonzept ist, studiere ich es nunmehr seit über 30 Jahren unter der Anleitung meines Lehrers Sri Sathya Sai Baba. Das Studium der Heiligen Schriften Indiens (Veda und Vedanta) half mir, eine Lösung für meine dringendsten Fragen zu finden. Insbesondere das dort formulierte Menschenbild hat mein Interesse geweckt, da es eine einleuchtende Erklärung über die Beschaffenheit der menschlichen Natur gibt.

Erde - Wasser - Feuer - Luft - Äther

Die indische Philosophie erklärt, dass das gesamte Universum aus den fünf Elementen besteht und seine vielfältigen Formen aus deren unterschiedlichen Kombinationen resultieren. Dies gilt ebenso für den Mikrokosmos Mensch. Die fünf Elemente bilden die Grundlage für seinen Aufbau in fünf Hüllen (kośa), von denen aber nur die Erde-Hülle (annamayakośa) im westlichen Sinne materiell ist. Der zentrale Teil jeder Persönlichkeit ist aber das individuelle Bewusstsein, das sich im Gedankenorgan (antahkarana) darstellt. Die Differenzierung in die  vier Unterfunktionen des Denkens (erinnern – bewahren – abgleichen – korrigieren) helfen, die eigenen komplexen Denkabläufe zu begreifen und sich ihrer bewusst zu werden. Dieser philosophische Ansatz in die Lebenspraxis umgesetzt bedeutet, dass für eine Veränderung der Lebenssituation im wesentlichen die eigenen Denk- und Empfindungsmuster verändert werden müssen. Sie bilden den Ausgangspunkt für alle weiteren Ereignisse im Leben. Die indische Philosophie beschreibt, dass ein unbewältigtes Erlebnis (manomayakośa) einen unbewusst ablaufenden Gedanken (vasana) nach sich zieht und eine entsprechende Emotion bewirkt. Erlebnis, Gedanke und Emotion bilden also eine untrennbare Einheit, alle drei sind über gleiche Frequenzen direkt miteinander verbunden. Stellt diese Einheit eine Belastung dar, blockiert sie langfristig den ungehinderten Fluss von Lebensenergie (pranamayakośa), was im Endeffekt eine Erkrankung oder Dysfunktion im organischen Bereich (annamayakośa) nach sich zieht.

Stimme und Emotion

Für den, der eine Veränderung seiner Innenwelten anstrebt, kommen Stimme und Stimmfunktion eine besondere Bedeutung zu. Im Stimmklang ist nicht nur der persönliche Grundton hörbar, sondern auch die Empfindung, die man während des Sprechens gerade fühlt. Somit besteht eine direkte Beziehung zwischen Stimmfrequenz und dem Paket aus Emotion, Gedanke und Erlebnis. Wenn aber die Stimme über die Stimmfrequenz unbewusst unsere heimlichen oder auch unbewussten Gedanken und Emotionen preisgibt, kann man eben diese auch mit den entsprechenden Frequenzen erreichen und verändern. Somit ist eine Verwandlung der persönlichen Gedanken und Emotionen mit den Mitteln des gesungenen Tons möglich. Mit dem Unterbau der indischen Philosophie wird deutlich, was Vemu Mukunda stets gewusst haben muss, ohne es explizit geäußert zu haben: das eigentliche Potential des gesungenen Tons liegt in seiner positiven Wirkung auf unsere individuellen Denk- und Empfindungsvorgänge. Die sonologischen Singübungen sind deshalb so effektiv, da Mukunda genau wusste, wo genau im menschlichen Körper die einzelnen Denkvorgänge ablaufen, welche Frequenz sie haben, und mit welchen stimmlichen Mitteln man sie erreichen und verwandeln kann. Damit steht jedem Menschen, der die Kraft seines Grundtons nutzt, ein machtvolles Instrument zur Transformation seiner ureigensten Gedanken und Emotionen zur Verfügung. Im Sinne der indischen Philosophie kann das Singen des Grundtons langfristig zum eigentlichen Ziel des Lebens hinführen. Wird der persönliche Grundton über viele Jahre im Sinne einer Yogapraxis genutzt, treten seine auflösenden Eigenschaften auf: Der Mensch wird still und erreicht den Zustand von „pure and primitive“ (Vemu Mukunda). Dann beendet das Denkorgan seine Aktivität und jegliche Gedanken hören auf. Damit erlischt jede Erinnerung an ein individuelles Selbst und es offenbart sich die wahre Natur des Menschen.

Durch den Ton zur Stille

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Watt vor Neuwerk

Grundtonsingen

Die Kraft der Stimme

Um die fundamentale Kraft des persönlichen Grundtons in seine Wirkkraft zu bringen, steht der Sonologie ein breites Spektrum verschiedenster Übungen zur Verfügung. Der Sonologe wählt daraus je nach Bedarf aus und vermittelt diese Übungen dann als Hilfe zur Selbsthilfe.  Anatomisch gesehen werden die im Stimmapparat hergestellten Töne innerhalb des Körpers an die genau definierten Stellen ihrer Resonanz geführt und versetzen sie in Schwingung. Auf diese Weise fließt nicht nur vermehrt Lebensenergie zu den entsprechenden Organen. Das Singen hilft gleichzeitig bei der Verwandlung unbewältigter Erlebnisse und negativer Emotionen, die als Information in den Organen gespeichert sind. Deren tiefgehende und dauerhafte Verwandlung erfordert allerdings Durchhaltevermögen. Die sonologischen Übungen dauern zwar nur wenige Minuten, sollten aber über einen längeren Zeitraum hinweg gesungen werden.  Grundtonübung: Diese Basisübung ist der Einstieg in die Singübungen mit dem Grundton und macht die Kraft des persönlichen Grundtons unmittelbar erfahrbar. Sie besteht aus vier Teilen und vermag alle diejenigen auszurichten und zu zentrieren, die nicht in der Kraft ihres Tons schwingen. Wer bereits einen guten Kontakt zu sich selbst hat, erhält durch sie zusätzliche Stabilität und Sicherheit für den Alltag. Außerdem begünstigt sie eine gute geistige Entwicklung. Ich empfehle den knapp zehnminütigen Ablauf täglich einmal zu tönen.  Skalen: Im Falle eines spezifischen Problems im körperlichen, emotionalen oder mentalen Bereich werden mehrere Töne zu kurzen Tonfolgen oder Melodien geformt. Deren Struktur bildet das musikalische Äquivalent zur derzeit bestehenden emotionalen Disposition und besitzt die Kraft, Resonanz für die Lösung des Konflikts zu schaffen. Ausgangspunkt bilden die 72 Ragas der südindischen Musik. Das Singen von Skalen braucht mehr musikalisches Verständnis, ist aber mit etwas Stimmtraining für die meisten Menschen gut ausführbar. Keine Übungen für Menschen ohne Geduld: bei besonders tiefsitzenden und hartnäckigen Schwierigkeiten kann es erforderlich sein, eine Übung über viele Monate hindurch zu singen, bis eine Veränderung nachhaltig spürbar wird.  Rhythmus: Ein besonderes Mittel der Sonologie mit einem Anwendungsgebiet vor allem für Kinder und Jugendliche, aber auch für Menschen die nicht so gut singen können. Sehr effektiv zeigt sich die Kraft rhythmischer Übungen auch bei Menschen, die von beherrschenden mentalen Problemen geplagt sind. Sie sind ein geeignetes Mittel, das Gemüt wieder in einen ausgeglichenen Zustand zu versetzen. Da es sich hierbei um eine rhythmische Schulung handelt, ist ein regelmäßiger Besuch beim Sonologen nötig, vergleichbar mit einem Besuch beim Gesangs- oder Nachhilfelehrer.    Mentale Übungen: Dies sind keine Singübungen, sondern es handelt sich um vorgegebene Bildsequenzen, die auf Anleitung vor dem inneren Auge ablaufen. Sie knüpfen an die Visualisationsübungen vieler anderer Therapien an, beispielsweise die von Phyllis Krystal. Die mentalen Übungen von Vemu Mukunda unterstützen die Wirkung der Singübungen, schützen und stabilisieren, und fördern die innere Reinheit und Leuchtkraft der Persönlichkeit. Man kann sie jederzeit selbst durchführen, je nach Bedarf ein- oder mehrmals täglich. 

Die Wirkkraft des Tons

Jedem Ton wohnt nicht nur eine musikalische, sondern auch eine physikalische Kraft inne. Diese Kraft ist als solche im Ton enthalten und vermag, Ungeordnetes in funktionale Ordnungen zu verwandeln. Den Nachweis dafür liefern Tonforscher bereits seit Jahrhunderten. Einen besonderen Beitrag leistet Alexander Lauterwasser, der diese Kraft umfassend und höchst eindrucksvoll in seinen Büchern dokumentiert hat (www.wasserklangbilder.de). Die dargestellte formgebende Kraft der Töne entsteht aber erst bei Resonanz, als nur dann, wenn Töne dieselbe Wellenläge haben wie die Materie, auf die sie treffen. Ohne diese Frequenzgleiche ist keine physikalische Wirkung möglich. Aus diesem Grund ist die genaue Kenntnis der Feinabstimmung des Menschen Voraussetzung für die Wirkkraft der gesungenen Töne. Was die Resonanz dann hervorbringt, sind Formen voller Schönheit, Anmut und Vollendung. Und um genau diesen Vorgang geht es beim Singen der Töne: sie verwandeln im Innern ein Chaos in die in ihm verborgene Schönheit.

Wichtiger Hinweis

Obwohl der gesungene Ton ein sehr kraftvolles Mittel ist, gilt für ihn dasselbe wie für alle anderen Formen medizinischer oder energetischer Behandlung: die Bemühung des Einzelnen um seine Gesundheit ist unverzichtbar, aber eine Erfolgsgarantie kann auch die Sonologie nicht geben. Eine Gesundung hängt von vielen Faktoren ab und erfordert eine tiefgreifende Verwandlung auf allen Ebenen des Menschlichen. Nicht zuletzt spielen noch übergeordnete Gesetzmäßigkeiten hinein, in die wir keinen Einblick haben, und die wir auch mit dem gesungenen Ton nicht beeinflussen können. 

Der Ton kann nicht zwingen, was nicht vorgesehen ist. 

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Das Nada Brahma System

Wie ist der Mensch gestimmt ?

Wer die ordnende und formbildende Kraft des Tons für den Menschen anwenden möchte, sollte ein genaues Wissen über den frequenzdefinierten Aufbau des Menschen haben. Da es sich bei Tönen um eine physikalische Kraft handelt, die nur bei gleichen Wellenlängen (Frequenzgleiche) eine aktivierende Wirkung haben können, ist die genaue Aufteilung, wo im Menschen welcher Ton verortet ist, die unerlässliche Grundlage für eine gezielte Wirkung. Da Vemu Mukunda nicht nur Musiker, sondern auch Wissenschaftler war, erkannte er die Notwendigkeit, den Menschen tonal - also nach seinen Schwingungsebenen - zu definieren. Um dieses Wissen zu erlangen, nutze er seine brahmanische Erziehung und vertiefte sich weiter in die alten Schriften seiner Kultur. Parallel dazu öffnete er seine gut geschulten Ohren, horchte auf die Stimmen der Menschen und lauschte auf das feine Zusammenspiel von Ton und Emotion. Aus den gewonnenen Informationen und Kenntnissen erschuf er sein Nada Brahma System. Es bildet die Grundlage für alle stimmlichen Maßnahmen, es bildet sozusagen die "Landkarte" der menschlichen Schwingungsfelder. Diese bezieht sich nicht nur auf den physischen Körper, sondern auch auf alle feineren Ebenen des Menschlichen.

Klingende Anatomie

Das Nada Brahma System beschreibt den Menschen als ein Gebilde aus drei Oktaven. Die erste Oktave erstreckt sich von den Füßen bis zum Nabel, die zweite vom Nabel bis zum spirituellen Auge an der Stirn, und die dritte von dort bis zum Scheitelpunkt oben am Kopf. Innerhalb dieser Bereiche ergibt sich jeweils eine Unterteilung in zwölf Tonschritte. Jeder dieser Resonanzpunkte hat ein klar umrissenes Wirkungsfeld sowohl in der Anatomie, als auch auf die Energiebahnen und vor allem auf die remotionalen Reaktionsmuster. Mittlerweile genau definiert sind die tonalen Verbindungen zwischen den körperlichen Organen und unseren Gedanken und Gefühlen. Im Wissen um das Zusammenspiel von Körper und Gemüt, Stimme und Emotionen entwickelte Mukunda Singübungen, die dieses Wissen praktisch umsetzen und eine tonale Eigenbehandlung ermöglichten. Diese Übungen können die Selbstheilungsmechanismen aktivieren und die Gesundheit verbessern. Sie arbeiten bewusst ohne technische Hilfsmittel, allein mit der Kraft der eigenen Stimme. Denn nur die stimmlich erzeugten Töne eröffnen das besondere Erfahrungsfeld des persönlichen Grundtons. Außerdem formuliert das Nada Brahma System die differenzierte Typologie der zwölf Toncharaktere.
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Wasser

Grundtonbestimmung

Die maßgebliche Frequenz

Wer eine Selbsterfahrung und eine Persönlichkeitsentwicklung über die Kraft der Töne anstrebt, braucht zunächst eine Feststellung des Persönlichen Grundtons. Diese maßgebliche Frequenz ist der Dreh- und Angelpunkt für alles weitere Vorgehen: von diesem Ton aus öffnet sich das gesamte tonale System des Menschen, auf ihn werden alle Singübungen angepasst, er ist die Informationsquelle für eine tonale Persönlichkeitsanalyse.

Diese besondere Kraft liegt im inneren eines Menschen verborgen und ist zunächst nicht erkennbar. Je nach individueller Gegebenheit ist dieser Ton leichter oder schwieriger festzustellen. Glücklicherweise existieren zwei verschiedene Möglichkeiten, diesen Ton zu entdecken, und jeder Interessent hat die Möglichkeit, die ihn überzeugendere Methode zu wählen.

Stimmmessung

Eine der wichtigsten Erkenntnisse von Vemu Mukunda war, dass der Persönliche Grundton eines jeden Menschen in seiner Stimme hörbar ist. Er kam zu der Überzeugung, dass dieses untrügliche individuelle Kennzeichen als subtile Kraft in jedem gesprochenen Wort mitschwingt. Deshalb hielt Mukunda es für möglich, den persönlichen Grundton anhand der Sprechstimme zu ermitteln.
Daraufhin entwickelte er seine Methode der Grundtonbestimmung anhand einer Frequenzmessung der Sprechstimme. Bei dieser Methode handelt es sich um eine große Kunst, denn nicht immer erklingt tatsächlich der Grundton in der Stimme. Besonders emotionale Probleme und psychische Instabilität können verhindern, dass sich der Grundton während einer Messung zeigt. So braucht es manchmal mehrere Messungen bis ein gesichertes Ergebnis vorliegt. Dabei ist es schon vorgekommen, dass sich eine Grundtonalität herauskristallisiert hat, ohne dass sich diese Frequenz jemals in der Stimme kundgetan hat.
Sie können sich bei mir Ihren Grundton über die Sprechstimme bestimmen lassen. Ihr Vorteil: Sie nehmen Teil am Prozess der Tonfindung. In der Stimmmessung und dem anschließenden Gespräch geben Sie unwillkürlich Informationen über Ihre Tonalität preis. Ich erlausche diese in den Worten verborgenen Hinweise und komme so zu einem abschließenden Ergebnis. Diese gemeinsame Suche nach der inneliegenden tonalen Kraft kann zu einem intensiven Ereignis werden, die Benennung des Tons wird direkt als Geschenk erfahrbar.

Blutmessung

Durch eine glückliche Fügung konnte ich eine weitere, sehr sichere Methode zur Grundtonbestimmung entwickeln. Eine physikalische Messung an einer kleinen Menge eingetrockneten Bluts erlaubt mir eine Grundtonbestimmung auch in komplizierten Fällen. Sie enthüllt das tiefliegende Geheimnis des persönlichen Grundtons auch dann, wenn die traditionelle Stimmmessung an ihre Grenzen stoßen würde. Das betrifft vor allem die Grundtonbestimmung von Kindern, von schwer Erkrankten, oder von Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Dieses alternative Messverfahren offenbart aber nicht nur den persönlichen Grundton, sondern es deckt auch auf, ob die betreffende Person in ihrer Kraft ruht und mit sich selbst im Einklang ist. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass dies auf nur wenige zutrifft. Die meisten Menschen, die zu mir kommen, haben ihre Grundtonalität verlassen und schwingen in einem anderen Ton. Die Art der tonalen Abweichung gibt dann Auskunft über die in der Persönlichkeit vorliegenden inneren Spannungen, die wiederum die Ursache für eine wie auch immer geartete Erkrankung sein können.
Sie können sich bei mir Ihren Grundton über einen Bluttest bestimmen lassen. Ihr Vorteil: Sie bekommen ein sicheres Ergebnisses, egal wie kompliziert Ihre Lage ist und wie widrig die momentanen Umstände sind. Vor allem für Interessenten mit weiter Anreise ist es eine praktikable Möglichkeit, da ein einmaliger Besuch bei mir reicht und es zu keinem Folgetermin kommen muss.

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