Jährliche Archive - 2017

Der Persönliche Grundton

Was ist der Grundton?

Die uralte Frage, was der Mensch ist und was ihn mit der Schöpfung verbindet, ist so fundamental, dass sie ewig gestellt werden wird. Und es wird immer Versuche geben, diese Frage zu beantworten. Und stets werden die Antworten unvollständig oder gar unzulänglich bleiben. Religion, Mystik und Philosophie nehmen sich schon immer dieses Themas an - mit unterschiedlicher Intensität und wechselndem Erfolg. Um den Schöpfungsvorgang zu beschreiben, greifen nahezu alle Schriften und Mythen auf das Phänomen Schwingung zurück, sei es als Ton, Vibration oder Wort. Wer diesen Gedanken weiter denkt, kann zu der Überzeugung kommen, dass Schwingung - und damit die Kraft Ton - die Ursache für die Existenz aller Welten sein muss. Das heißt aber auch, dass diese Kraft die gesamte Schöpfung durchdringt und sich alles Existierende auf seine jeweilige Grundfrequenz zurückführen lässt. Diese Hypothese auf den Menschen angewendet bedeutet, dass auch jeder Mensch auf einen Ton gestimmt sind. Allerdings gibt es keine Exklusivrecht einer einzigen Frequenz für alle Menschen. Jeder Einzelne schwingt in seinem Ton, jeder Mensch hat seine persönliche tonale Kraft. Durch diese ist er auf seine Weise in die Schöpfung eingebunden. Dieser Ton als Grundlage für dieses Leben bedeutet ihm Ursprung, Heimat, Quelle, Selbst. Die Idee, dass jeder Mensch auf seinen eigenen Ton gestimmt ist, hat eine lange Tradition. Wir finden Hinweise unter anderem bei Helene Blavatsky und Rudolph Steiner, dem Physiker Joseph Sauveur oder dem Dichter und Philosophen Johann Gottfried Herder. Hier wird gerne vom Seelenton gesprochen, dem inneren Schwingen der Seele. Sie macht sich auf diese Weise bemerkbar und schwingt sich auf zu höchsten Höhen, jenseits der Belastungen und der Trägheit des Körpers. In der indischen Tradition war das Wissen um den Grundton einigen Yogis bekannt (z. B. Swami Nada Brahmananda Sarasvati) und wurde von ihnen als Yogaweg praktiziert. Es gibt auch Hinweise darauf, dass das Wissen um die Kraft des individuellen Tons auch in bestimmten Zweigen des Schamanismus bekannt war. Die heutige Verbreitung in der westlichen Welt fand erst durch Vemu Mukunda statt. Er griff das alte Wissen auf und entwickelte eine praktikable Möglichkeit, diesen Ton sicher zu ermitteln und konkret zu benennen. Die von ihm erfundenen Singübungen lassen die Wirkkraft dieses besonderen Tons entstehen.

Das Konzentrat einer Persönlichkeit

Aber was ist der Persönliche Grundton wirklich? Die Anwort darauf bleibt schwierig, denn ein Teil seiner Existenz wird immer ein Mysterium bleiben. Zum derzeitigen Stand des Wissens kann man davon ausgehen, dass der Persönliche Grundton eine Frequenz ist, die jeder Mensch bei seiner Geburt mit sich bringt. Dieser Ton wird ihn vom ersten bis zum letzten Atemzug begleiten. Ein Mysterium wird bleiben, wann sich diese Frequenz bildet, und warum es genau dieser Ton ist und nicht ein anderer. Diese Fragen lassen sich im Moment nicht beantworten. Klar ist aber, dass dieser Ton nicht ererbt wird. Er bildet sich nicht im Laufe des Lebens, und er ist nicht abhängig von Kultur, Umfeld oder Erziehung. Er ist von Anfang an als innewohnender Schatz existent. Diesen Ton kann man als Konzentrat der gesamten Persönlichkeit verstehen. Er übernimmt eine Schlüsselfunktion: mit seiner Hilfe lässt sich die Persönlichkeit vollständig erschließen. Da in jedem Menschen alle Kräfte enthalten sind, braucht es nur einen Zugang zu ihnen. Um diesen zu bekommen, müssen zunächst die verschütteten Pforten freigelegt werden. Die Wellenlänge des Persönlichen Grundtons kann als vibrierende Kraft verstanden werden, um die Bahnen dorthin zu ebnen. So führt der Weg direkt zum innewohnenden Potential. Und je nachdem wie frei oder verschüttet diese Pfade sind, kann das Freiräumen länger oder kürzer dauern.

Citta

Um ein noch besseres Verständnis zu bekommen, muss man den westlichen Kulturraum gen Osten verlassen. In der alten hinduistischen Tradition gibt es den Ausdruck citta. Dieser lässt sich nicht direkt übersetzen. Frei formuliert bezeichnet dieses Wort das individuelle Bewusstsein. Dies ist die Ansammlung all jener Erfahrungen, die das Individualempfinden geprägt haben. Die in diesem Verzeichnis registrierten Erlebnissen liegen allerdings im wesentlichen im Unbewussten. So kommt es zu dem verwirrenden Tatbestand, dass der überwiegende Teil unseres Bewusstseins abseits des direkten Zugriffs durch unser Denken liegt. In der Vorstellung des hinduistischen Philosophie können diese Erinnerungen Jahrhunderte alt sein und zu Zeiten entstanden sein, die längst vergangen sind. Die Erinnerung ist allerdings immer noch im citta abgespeichert. Das Singen des Grundtons mit all seinen Varianten und Zusätzen gibt nun die Möglichkeit, das individuelle Bewusstsein qualitativ und quantitativ zu verändern.

Zwölf Töne

In unserem heutigen westlichen Tonsystem unterscheiden wir zwischen 12 verschiedenen Tonhöhen. Jede ist als Persönlicher Grundton möglich. Die Differenzierung in 12 Töne ist genau genug, um eine positive Wirkung hervorzurufen. Gleichzeitig ist sie ungenau genug, um eine Resonanzkatastrophe zu vermeiden. Die notwendige Feinabstimmung übernimmt die Stimme unbewusst und unwillkürlich zusammen mit dem Körper. So kann der gesungene Ton punktgenau und wirkungsstark im inneren System des Menschen Ordnung und Schönheit schaffen.  

Nur indem das individuelle Einzelwesen sich auf das bezieht und das verlebendigt, worauf es in Resonanz abgestimmt und wozu es be-rufen ist, worin daher auch seine Be-Stimmung liegt, kann es wieder in Über-ein-Stimmung, in einen Ein-Klang mit dem Ganzen gelangen und nun, frei von Ver-Stimmungen den richtigen Ton treffend, in der Symphonie des Lebens und das Alls stimmig mitspielen.

Alexander Lauterwasser

   
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Grundtonanalyse

Welche Informationen liegen in meinem Ton?

Ist der Grundton ermittelt, kann die Reise zu sich selbst beginnen. Ein besonderer Punkt dabei ist die Grundtonanalyse. Hier werden Informationen formuliert, die in der maßgeblichen Frequenz als solche enthalten sind. Dieses Wissen entstammt dem Substrat aus mittlerweile 50 Jahren empirischer Beobachtung. Während dieser Zeit hat sich klar gezeigt, dass Menschen mit gleichen Grundtönen bei allen offensichtlichen Unterschieden dennoch auffallende Ähnlichkeiten aufweisen. Diese betreffen weniger das was als vielmehr das wie. Es zeigt sich die innere Motivation für das menschliche Handeln, das spezifische Vorgehen, und der Blickwinkel auf das Leben als solches. Der Persönliche Grundton formt auf diese Weise die Kernkompetenzen eine Menschen - und deckt damit gleichzeitig auf, welche Vorgehensweisen ihm nicht gemäß sind. Diese unterscheidenden tonalen Merkmale bewahren dem Menschen vor Fahrten in Sackgassen - oder schlimmer noch - gegen die Wand. Wer bedauerlicherweise dort bereits angekommen ist, den motiviert der Ton zu einer Rückkehr zum Eigentlichen. Eine biographische Arbeit kann sogar erkennen, wann und aus welchen Gründen ein Mensch falsch abgebogen ist. Der Ton hilft zurück auf die vorgesehene Bahn.

Die klingende Innenstruktur

Die tonale Beratung kann aber noch viel mehr. Der Persönliche Grundton ist zwar der Zentralton einer Persönlichkeit, aber alle anderen Töne liegen gleichermaßen in ihr. Sie alle sind im Körper an ihrer eigenene Stelle verortet und haben dort wiederum ihre eigene Bedeutung. Jeder Ton ist der Indikator für einen großen inneren Themenkomplex. Dieser besteht aus einer körperlichen Komponente, zum Beispiel einem Organ oder einem Funktionskreis, als auch aus einer energetischen, aber am wichtigsten aus einer emotionalen Komponente. Sie alle bilden ein thematisches Gesamtpaket, das sich zwar getrennt betrachten lässt, aber dennoch untrennbar miteinander in Verbindung steht. Durch besondere Umstände im Leben passiert es vielen Menschen, dass sie ihre innere Kraft und Ruhe verlassen und sich ein solcher Themenkomplex in der Vordergrund spielt. Die Folge davon kann innere Unzufriedenheit oder psychische Instabilität sein, aber auch permanente Energieschwäche oder eine körperliche Erkrankung. Diese Abweichung vom eigentlichen Ton hat also schwerwiegende Folgen, sodass dringend Handlungsbedarf vorliegt. Eine gute tonale Analyse kann dieses Ungleichgewicht erkennen und benennen und somit Klarheit im Erkennen der momentanen Lage schaffen. Diese Klarheit in Verbindung mit den Singübungen können einen positiven Wandel bewirken.

Systemimmanente Spannungen

Um die Sache noch komplizierter zu machen: es existieren in jeder tonalen Innenstruktur bestimmte Konstellationen, die besonders günstig und faszinierend sind, aber auch solche, die eine echte Aufgabe bedeuten. Die an solchen Stellen auftretenden Schwierigkeiten stellen also keinen Defekt oder Missstand dar, sondern entsprechen einer natürlichen Gegebenheit. Diese Töne brauchen machmal eine besondere Aufmerksamkeit, damit natürliche innere Klippen umschifft werden können. Die tonale Persönlichkeitsanalyse weist gegebenenfalls auf solche Klippen hin, sodass es zu keinem Unglück kommen muss. Für den Prozess der Selbsterkenntnis ist eine gute Persönlichkeitsanalyse ein wichtiger Punkt. Sie stärkt die Selbstbeobachtung und die Selbsteinschätzung. Grundlegende Veränderungen schaffen allerdings erst die Singübungen.  
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Jim Knopf

Die erfolgreiche Suche nach der Identität

Grundtonbestimmung

Mit dem persönlichen Grundton verhält es sich so ähnlich wie im Buch Jim Knopf und die Wilde 13 von Michael Ende. Die Piraten der Wilden 13 brauchen ziemlich lange bis sie bemerken, dass sie eigentlich nur 12 sind. Es liegt daran, dass sich jeder so wichtig nimmt, dass er sich selbst doppelt zählt. Außerdem ist immer gerade derjenige Hauptmann, der zufälligerweise den Hut mit dem Stern trägt. Dabei wäre es viel sinnvoller, nur demjenigen die Führung zu übergeben, der das dafür geeignete Potential hat. Da sie dies nicht tun, ist es kein Wunder, dass es sich um eine wilde und unkoordinierte Horde handelt. So ist das auch mit den Tönen. Von den Zwölfen, die alle im Menschen wirken, ist einer der zentrale Bezugston. Genau den gilt es zu finden – also eine Grundtonfindung. Das kann durchaus eine detektivische Arbeit sein: eine Grundtonermittlung. Denn dieser Ton versteckt sich oft, da braucht man eine Grundtonentdeckung. Und wenn man den Ton hat, braucht man seinen Namen, eine Grundtonbenennung. Sie können den Vorgang bezeichnen wie Sie wollen. Am Ende wissen Sie genau, welchem von den zwölf Tönen Sie den Hut mit dem Stern aufsetzen sollten, damit er die Führung übernimmt und Ordnung in Ihr gesamtes System bringt.

Grundtonanalyse

Der Hauptmann der Wilden 12 kennt sich gut aus mit den Kräften seiner Horde. Er stellt jeden an seinen Platz, macht ihn zu einem diensteifrigen Helfer und schafft so eine innere Ordnung. Er weiß genau, welcher Pirat für welche Tätigkeit am besten geeignet ist. Der eine putzt am besten den Magen, der andere hilft den Lungen. Wieder ein anderer verwandelt die Ängste in Selbstvertrauen, ein nächster steigert die Lebensfreude. Der eine Pirat kann gut organisieren, ein anderer sorgt dafür, dass niemand zu kurz kommt. So kann das ganze System prima funktionieren. So wie jeder Pirat seinen Kompetenzbereich hat, wohnt auch in jedem Ton eine spezifische Kraft, die sich klar benennen lässt. Es gilt, diese Kraft im Leben zu entdecken und einzubringen. Vom Grundton am Bauchnabel ausgehend, haben auch die anderen 11 Töne ihren Platz. An einer genau definierten Stelle des Körpers kann jeder Ton seine Kraft entfalten. Aber nur dort allein kann er wirken, eine fremde Arbeit an einem falschen Ort kann er nicht vollbringen. Deshalb ist es so wichtig, dass man genau weiß, wo im Menschen jeder Ton tatsächlich platziert ist. Und genau das ist abhängig vom persönlichen Grundton, der nicht nur das Fundament der Persönlichkeit bildet, sondern auch die tonale Feinabstimmung übernimmt.

Grundtonsingen

Was nützt der stärkste Pirat, ausgestattet mit dem hervorragendsten Werkzeug, wenn er doch seine Arbeit ruhen lässt? Nichts, es sei denn er wird zu seinen Aufgaben gerufen. Und das geschieht am besten mit der Stimme. Ein stimmiger Ruf mit dem richtigen Ton bringt die Lebensenergie in Fluss und weckt Aktivität und Tatkraft. Es ist also eine Sache der Physik: Resonanz heißt das Zauberwort. Denn nur wenn die Frequenz des Rufs identisch ist mit der Frequenz des Gerufenen kann sich die belebende Wirkung einstellen. Und so endet die Geschichte: Jim Knopf, der eigentlich ein Prinz ist, bezwingt die Piraten und wird deren Hauptmann. Er gibt jedem einen Namen, mit dem er sich rufen lässt, und aus den wilden Piraten werden seine gehorsamen Leibwächter. Auf Anraten des Goldenen Drachens der Weisheit versenken die 12 gemeinsam das Land das nicht sein darf. Im gleichen Moment taucht Jim´s eigentliche Heimat aus den Tiefen des Meeres auf und zeigt sich in seiner ganzen Schönheit. Etwas Vergleichbares können auch Sie erreichen: übergeben Sie Ihrem persönlichen Grundton die Führung und machen Sie die 12 Töne zu ihren Leibwächtern. Mit deren Kraft zersingen Sie Ihre Unzulänglichkeiten, und das verborgene Potential Ihrer Persönlichkeit wird auftauchen.

Sonologie

Es ist ein Kinderbuch mit Tiefgang, die Geschichte von Jim Knopf. Der Junge ohne Namen und Herkunft auf der Suche nach seiner wahren Identität. Er besteht viele Abenteuer und erreicht schließlich sein Ziel, nicht zuletzt dank der Unterstützung durch seinen väterlichen Freund Lukas, der ihn im entscheidenden Moment in die Eigenständigkeit entlässt. Diese Geschichte kann jeder Leser auf seine Art verstehen. Er kann die im Hintergrund verborgene Weisheit und Philosophie entdecken oder auch nicht: es ist eine wunderbare Geschichte. Die Sonologie: eine Singtechnik, hilfreich für die Suche nach der wahren Identität und eine liebevolle Begleitung auf dem abenteuerlichen Weg durch den klippenreichen Alltag. Die Singübungen der Sonologie können für jeden Menschen eine gute Wirkung haben, ganz gleich ob man den wirkenden Hintergrund kennt, akzeptiert oder ablehnt. Entscheidend für ihre Wirksamkeit ist, dass man sie macht.
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Philosophische Aspekte

Aspekte der Samkhya - Philosophie

Ein Bonmot sagt, dass der Mensch zwar in der Lage ist, die Tiefen des Universums zu erforschen, aber gleichzeitig unfähig ist, sich selbst zu erkennen. Das bedeutet, dass wir uns selbst immer noch das größte Rätsel sind, obwohl wir uns doch eigentlich selbst am nächsten sind. Um das Mysterium des Menschseins zu begreifen, existieren vielfältigste religiöse und philosophische Ansichten und Schulen. Da die innere Arbeit mit dem persönlichen Grundton ebenfalls ein Weg der Selbsterkenntnis sein kann, ist es wichtig, diesem Weg ein philosophisches Konzept zur Seite zu stellen. Vemu Mukunda war aufgrund seiner indischen Herkunft und seiner brahmanischen Ausbildung fest in der Philosophie des Hinduismus verankert. Die darin formulierten Ansichten über das Wesenhafte des Menschen und den Sinn des Lebens gehörten für ihn zum Grundkonzept seines Lebens, und sie bilden meines Erachtens auch das Gerüst für sein Nada Brahma System. Da die alte indische Philosophie auch mir das überzeugendste Lebenskonzept ist, studiere ich es nunmehr seit über 30 Jahren unter der Anleitung meines Lehrers Sri Sathya Sai Baba. Das Studium der Heiligen Schriften Indiens (Veda und Vedanta) half mir, eine Lösung für meine dringendsten Fragen zu finden. Insbesondere das dort formulierte Menschenbild hat mein Interesse geweckt, da es eine einleuchtende Erklärung über die Beschaffenheit der menschlichen Natur gibt.

Erde - Wasser - Feuer - Luft - Äther

Die indische Philosophie erklärt, dass das gesamte Universum aus den fünf Elementen besteht und seine vielfältigen Formen aus deren unterschiedlichen Kombinationen resultieren. Dies gilt ebenso für den Mikrokosmos Mensch. Die fünf Elemente bilden die Grundlage für seinen Aufbau in fünf Hüllen (kośa), von denen aber nur die Erde-Hülle (annamayakośa) im westlichen Sinne materiell ist. Der zentrale Teil jeder Persönlichkeit ist aber das individuelle Bewusstsein, das sich im Gedankenorgan (antahkarana) darstellt. Die Differenzierung in die  vier Unterfunktionen des Denkens (erinnern – bewahren – abgleichen – korrigieren) helfen, die eigenen komplexen Denkabläufe zu begreifen und sich ihrer bewusst zu werden. Dieser philosophische Ansatz in die Lebenspraxis umgesetzt bedeutet, dass für eine Veränderung der Lebenssituation im wesentlichen die eigenen Denk- und Empfindungsmuster verändert werden müssen. Sie bilden den Ausgangspunkt für alle weiteren Ereignisse im Leben. Die indische Philosophie beschreibt, dass ein unbewältigtes Erlebnis (manomayakośa) einen unbewusst ablaufenden Gedanken (vasana) nach sich zieht und eine entsprechende Emotion bewirkt. Erlebnis, Gedanke und Emotion bilden also eine untrennbare Einheit, alle drei sind über gleiche Frequenzen direkt miteinander verbunden. Stellt diese Einheit eine Belastung dar, blockiert sie langfristig den ungehinderten Fluss von Lebensenergie (pranamayakośa), was im Endeffekt eine Erkrankung oder Dysfunktion im organischen Bereich (annamayakośa) nach sich zieht.

Stimme und Emotion

Für den, der eine Veränderung seiner Innenwelten anstrebt, kommen Stimme und Stimmfunktion eine besondere Bedeutung zu. Im Stimmklang ist nicht nur der persönliche Grundton hörbar, sondern auch die Empfindung, die man während des Sprechens gerade fühlt. Somit besteht eine direkte Beziehung zwischen Stimmfrequenz und dem Paket aus Emotion, Gedanke und Erlebnis. Wenn aber die Stimme über die Stimmfrequenz unbewusst unsere heimlichen oder auch unbewussten Gedanken und Emotionen preisgibt, kann man eben diese auch mit den entsprechenden Frequenzen erreichen und verändern. Somit ist eine Verwandlung der persönlichen Gedanken und Emotionen mit den Mitteln des gesungenen Tons möglich. Mit dem Unterbau der indischen Philosophie wird deutlich, was Vemu Mukunda stets gewusst haben muss, ohne es explizit geäußert zu haben: das eigentliche Potential des gesungenen Tons liegt in seiner positiven Wirkung auf unsere individuellen Denk- und Empfindungsvorgänge. Die sonologischen Singübungen sind deshalb so effektiv, da Mukunda genau wusste, wo genau im menschlichen Körper die einzelnen Denkvorgänge ablaufen, welche Frequenz sie haben, und mit welchen stimmlichen Mitteln man sie erreichen und verwandeln kann. Damit steht jedem Menschen, der die Kraft seines Grundtons nutzt, ein machtvolles Instrument zur Transformation seiner ureigensten Gedanken und Emotionen zur Verfügung. Im Sinne der indischen Philosophie kann das Singen des Grundtons langfristig zum eigentlichen Ziel des Lebens hinführen. Wird der persönliche Grundton über viele Jahre im Sinne einer Yogapraxis genutzt, treten seine auflösenden Eigenschaften auf: Der Mensch wird still und erreicht den Zustand von „pure and primitive“ (Vemu Mukunda). Dann beendet das Denkorgan seine Aktivität und jegliche Gedanken hören auf. Damit erlischt jede Erinnerung an ein individuelles Selbst und es offenbart sich die wahre Natur des Menschen.

Durch den Ton zur Stille

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Watt vor Neuwerk

Grundtonsingen

Die Kraft der Stimme

Um die fundamentale Kraft des persönlichen Grundtons in seine Wirkkraft zu bringen, steht der Sonologie ein breites Spektrum verschiedenster Übungen zur Verfügung. Der Sonologe wählt daraus je nach Bedarf aus und vermittelt diese Übungen dann als Hilfe zur Selbsthilfe.  Anatomisch gesehen werden die im Stimmapparat hergestellten Töne innerhalb des Körpers an die genau definierten Stellen ihrer Resonanz geführt und versetzen sie in Schwingung. Auf diese Weise fließt nicht nur vermehrt Lebensenergie zu den entsprechenden Organen. Das Singen hilft gleichzeitig bei der Verwandlung unbewältigter Erlebnisse und negativer Emotionen, die als Information in den Organen gespeichert sind. Deren tiefgehende und dauerhafte Verwandlung erfordert allerdings Durchhaltevermögen. Die sonologischen Übungen dauern zwar nur wenige Minuten, sollten aber über einen längeren Zeitraum hinweg gesungen werden.  Grundtonübung: Diese Basisübung ist der Einstieg in die Singübungen mit dem Grundton und macht die Kraft des persönlichen Grundtons unmittelbar erfahrbar. Sie besteht aus vier Teilen und vermag alle diejenigen auszurichten und zu zentrieren, die nicht in der Kraft ihres Tons schwingen. Wer bereits einen guten Kontakt zu sich selbst hat, erhält durch sie zusätzliche Stabilität und Sicherheit für den Alltag. Außerdem begünstigt sie eine gute geistige Entwicklung. Ich empfehle den knapp zehnminütigen Ablauf täglich einmal zu tönen.  Skalen: Im Falle eines spezifischen Problems im körperlichen, emotionalen oder mentalen Bereich werden mehrere Töne zu kurzen Tonfolgen oder Melodien geformt. Deren Struktur bildet das musikalische Äquivalent zur derzeit bestehenden emotionalen Disposition und besitzt die Kraft, Resonanz für die Lösung des Konflikts zu schaffen. Ausgangspunkt bilden die 72 Ragas der südindischen Musik. Das Singen von Skalen braucht mehr musikalisches Verständnis, ist aber mit etwas Stimmtraining für die meisten Menschen gut ausführbar. Keine Übungen für Menschen ohne Geduld: bei besonders tiefsitzenden und hartnäckigen Schwierigkeiten kann es erforderlich sein, eine Übung über viele Monate hindurch zu singen, bis eine Veränderung nachhaltig spürbar wird.  Rhythmus: Ein besonderes Mittel der Sonologie mit einem Anwendungsgebiet vor allem für Kinder und Jugendliche, aber auch für Menschen die nicht so gut singen können. Sehr effektiv zeigt sich die Kraft rhythmischer Übungen auch bei Menschen, die von beherrschenden mentalen Problemen geplagt sind. Sie sind ein geeignetes Mittel, das Gemüt wieder in einen ausgeglichenen Zustand zu versetzen. Da es sich hierbei um eine rhythmische Schulung handelt, ist ein regelmäßiger Besuch beim Sonologen nötig, vergleichbar mit einem Besuch beim Gesangs- oder Nachhilfelehrer.    Mentale Übungen: Dies sind keine Singübungen, sondern es handelt sich um vorgegebene Bildsequenzen, die auf Anleitung vor dem inneren Auge ablaufen. Sie knüpfen an die Visualisationsübungen vieler anderer Therapien an, beispielsweise die von Phyllis Krystal. Die mentalen Übungen von Vemu Mukunda unterstützen die Wirkung der Singübungen, schützen und stabilisieren, und fördern die innere Reinheit und Leuchtkraft der Persönlichkeit. Man kann sie jederzeit selbst durchführen, je nach Bedarf ein- oder mehrmals täglich. 

Die Wirkkraft des Tons

Jedem Ton wohnt nicht nur eine musikalische, sondern auch eine physikalische Kraft inne. Diese Kraft ist als solche im Ton enthalten und vermag, Ungeordnetes in funktionale Ordnungen zu verwandeln. Den Nachweis dafür liefern Tonforscher bereits seit Jahrhunderten. Einen besonderen Beitrag leistet Alexander Lauterwasser, der diese Kraft umfassend und höchst eindrucksvoll in seinen Büchern dokumentiert hat (www.wasserklangbilder.de). Die dargestellte formgebende Kraft der Töne entsteht aber erst bei Resonanz, als nur dann, wenn Töne dieselbe Wellenläge haben wie die Materie, auf die sie treffen. Ohne diese Frequenzgleiche ist keine physikalische Wirkung möglich. Aus diesem Grund ist die genaue Kenntnis der Feinabstimmung des Menschen Voraussetzung für die Wirkkraft der gesungenen Töne. Was die Resonanz dann hervorbringt, sind Formen voller Schönheit, Anmut und Vollendung. Und um genau diesen Vorgang geht es beim Singen der Töne: sie verwandeln im Innern ein Chaos in die in ihm verborgene Schönheit.

Wichtiger Hinweis

Obwohl der gesungene Ton ein sehr kraftvolles Mittel ist, gilt für ihn dasselbe wie für alle anderen Formen medizinischer oder energetischer Behandlung: die Bemühung des Einzelnen um seine Gesundheit ist unverzichtbar, aber eine Erfolgsgarantie kann auch die Sonologie nicht geben. Eine Gesundung hängt von vielen Faktoren ab und erfordert eine tiefgreifende Verwandlung auf allen Ebenen des Menschlichen. Nicht zuletzt spielen noch übergeordnete Gesetzmäßigkeiten hinein, in die wir keinen Einblick haben, und die wir auch mit dem gesungenen Ton nicht beeinflussen können. 

Der Ton kann nicht zwingen, was nicht vorgesehen ist. 

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Das Nada Brahma System

Wie ist der Mensch gestimmt ?

Wer die ordnende und formbildende Kraft des Tons für den Menschen anwenden möchte, sollte ein genaues Wissen über den frequenzdefinierten Aufbau des Menschen haben. Da es sich bei Tönen um eine physikalische Kraft handelt, die nur bei gleichen Wellenlängen (Frequenzgleiche) eine aktivierende Wirkung haben können, ist die genaue Aufteilung, wo im Menschen welcher Ton verortet ist, die unerlässliche Grundlage für eine gezielte Wirkung. Da Vemu Mukunda nicht nur Musiker, sondern auch Wissenschaftler war, erkannte er die Notwendigkeit, den Menschen tonal - also nach seinen Schwingungsebenen - zu definieren. Um dieses Wissen zu erlangen, nutze er seine brahmanische Erziehung und vertiefte sich weiter in die alten Schriften seiner Kultur. Parallel dazu öffnete er seine gut geschulten Ohren, horchte auf die Stimmen der Menschen und lauschte auf das feine Zusammenspiel von Ton und Emotion. Aus den gewonnenen Informationen und Kenntnissen erschuf er sein Nada Brahma System. Es bildet die Grundlage für alle stimmlichen Maßnahmen, es bildet sozusagen die "Landkarte" der menschlichen Schwingungsfelder. Diese bezieht sich nicht nur auf den physischen Körper, sondern auch auf alle feineren Ebenen des Menschlichen.

Klingende Anatomie

Das Nada Brahma System beschreibt den Menschen als ein Gebilde aus drei Oktaven. Die erste Oktave erstreckt sich von den Füßen bis zum Nabel, die zweite vom Nabel bis zum spirituellen Auge an der Stirn, und die dritte von dort bis zum Scheitelpunkt oben am Kopf. Innerhalb dieser Bereiche ergibt sich jeweils eine Unterteilung in zwölf Tonschritte. Jeder dieser Resonanzpunkte hat ein klar umrissenes Wirkungsfeld sowohl in der Anatomie, als auch auf die Energiebahnen und vor allem auf die remotionalen Reaktionsmuster. Mittlerweile genau definiert sind die tonalen Verbindungen zwischen den körperlichen Organen und unseren Gedanken und Gefühlen. Im Wissen um das Zusammenspiel von Körper und Gemüt, Stimme und Emotionen entwickelte Mukunda Singübungen, die dieses Wissen praktisch umsetzen und eine tonale Eigenbehandlung ermöglichten. Diese Übungen können die Selbstheilungsmechanismen aktivieren und die Gesundheit verbessern. Sie arbeiten bewusst ohne technische Hilfsmittel, allein mit der Kraft der eigenen Stimme. Denn nur die stimmlich erzeugten Töne eröffnen das besondere Erfahrungsfeld des persönlichen Grundtons. Außerdem formuliert das Nada Brahma System die differenzierte Typologie der zwölf Toncharaktere.
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Wasser

Grundtonbestimmung

Die maßgebliche Frequenz

Wer eine Selbsterfahrung und eine Persönlichkeitsentwicklung über die Kraft der Töne anstrebt, braucht zunächst eine Feststellung des Persönlichen Grundtons. Diese maßgebliche Frequenz ist der Dreh- und Angelpunkt für alles weitere Vorgehen: von diesem Ton aus öffnet sich das gesamte tonale System des Menschen, auf ihn werden alle Singübungen angepasst, er ist die Informationsquelle für eine tonale Persönlichkeitsanalyse.

Diese besondere Kraft liegt im inneren eines Menschen verborgen und ist zunächst nicht erkennbar. Je nach individueller Gegebenheit ist dieser Ton leichter oder schwieriger festzustellen. Glücklicherweise existieren zwei verschiedene Möglichkeiten, diesen Ton zu entdecken, und jeder Interessent hat die Möglichkeit, die ihn überzeugendere Methode zu wählen.

Stimmmessung

Eine der wichtigsten Erkenntnisse von Vemu Mukunda war, dass der Persönliche Grundton eines jeden Menschen in seiner Stimme hörbar ist. Er kam zu der Überzeugung, dass dieses untrügliche individuelle Kennzeichen als subtile Kraft in jedem gesprochenen Wort mitschwingt. Deshalb hielt Mukunda es für möglich, den persönlichen Grundton anhand der Sprechstimme zu ermitteln.
Daraufhin entwickelte er seine Methode der Grundtonbestimmung anhand einer Frequenzmessung der Sprechstimme. Bei dieser Methode handelt es sich um eine große Kunst, denn nicht immer erklingt tatsächlich der Grundton in der Stimme. Besonders emotionale Probleme und psychische Instabilität können verhindern, dass sich der Grundton während einer Messung zeigt. So braucht es manchmal mehrere Messungen bis ein gesichertes Ergebnis vorliegt. Dabei ist es schon vorgekommen, dass sich eine Grundtonalität herauskristallisiert hat, ohne dass sich diese Frequenz jemals in der Stimme kundgetan hat.
Sie können sich bei mir Ihren Grundton über die Sprechstimme bestimmen lassen. Ihr Vorteil: Sie nehmen Teil am Prozess der Tonfindung. In der Stimmmessung und dem anschließenden Gespräch geben Sie unwillkürlich Informationen über Ihre Tonalität preis. Ich erlausche diese in den Worten verborgenen Hinweise und komme so zu einem abschließenden Ergebnis. Diese gemeinsame Suche nach der inneliegenden tonalen Kraft kann zu einem intensiven Ereignis werden, die Benennung des Tons wird direkt als Geschenk erfahrbar.

Blutmessung

Durch eine glückliche Fügung konnte ich eine weitere, sehr sichere Methode zur Grundtonbestimmung entwickeln. Eine physikalische Messung an einer kleinen Menge eingetrockneten Bluts erlaubt mir eine Grundtonbestimmung auch in komplizierten Fällen. Sie enthüllt das tiefliegende Geheimnis des persönlichen Grundtons auch dann, wenn die traditionelle Stimmmessung an ihre Grenzen stoßen würde. Das betrifft vor allem die Grundtonbestimmung von Kindern, von schwer Erkrankten, oder von Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Dieses alternative Messverfahren offenbart aber nicht nur den persönlichen Grundton, sondern es deckt auch auf, ob die betreffende Person in ihrer Kraft ruht und mit sich selbst im Einklang ist. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass dies auf nur wenige zutrifft. Die meisten Menschen, die zu mir kommen, haben ihre Grundtonalität verlassen und schwingen in einem anderen Ton. Die Art der tonalen Abweichung gibt dann Auskunft über die in der Persönlichkeit vorliegenden inneren Spannungen, die wiederum die Ursache für eine wie auch immer geartete Erkrankung sein können.
Sie können sich bei mir Ihren Grundton über einen Bluttest bestimmen lassen. Ihr Vorteil: Sie bekommen ein sicheres Ergebnisses, egal wie kompliziert Ihre Lage ist und wie widrig die momentanen Umstände sind. Vor allem für Interessenten mit weiter Anreise ist es eine praktikable Möglichkeit, da ein einmaliger Besuch bei mir reicht und es zu keinem Folgetermin kommen muss.

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